Schweres Herz des Winters

Schweres Herz des Winters

★★★★KatalysatorKSCH

Stufenwerte

Stufe
ANG510
KSCH55,1 %
Schweres Herz des Winters — Ein aus reinstem Eis und Schnee geformtes, zeremonielles Gefäß. Der Legende nach wurde es bis vor fünfhundert Jahren von jedem Snegovik-Fürsten bei der Krönungszeremonie verwendet.
Deutsch

Geheimnis des Frosts

Verleiht dem Träger „Silbergetränkter Blutpakt“: Erhöht für jedes Kryo-Truppenmitglied die Elementarkunde des Trägers um 24 Punkte. Erhöht für jedes Elektro-Truppenmitglied den ANG des Trägers um 4,8 %. Dieser Effekt kann von bis zu 4 Kryo- oder Elektro-Figuren verliehen werden. Leuchten – Stellarfunkeln: Ändert den Effekt von „Silbergetränkter Blutpakt“ zu Folgendem: Erhöht für jedes Kryo- oder Elektro-Truppenmitglied die Elementarkunde des Trägers um 20 Punkte sowie den durch die Reaktion Stellarfunkeln verursachten Schaden um 6 %.

Nutzer — Katalysator

Geschichte

Der Legende nach wurden Snegoviki im ersten goldenen Licht der Dämmerung aus dem vom Morgenstern geküssten ersten Frost geboren. Ihre Seelen waren noch trostloser und kälter als der Winter, und nur die „Liebe“ konnte ihre unvollständigen Herzen wieder ganz machen. Als die Dienerin von Azurglanz aus dem langen Schlaf, der so tief wie der Tod war, erwachte, hatte sie die mollige Wärme ihrer früheren Gönnerin noch nicht vergessen. Das war einst ein Reich, in dem Menschen zu träumen wagten, und diejenigen, die Mut und Hoffnung in sich trugen, blickten hinauf zu den Sternen. Die Dame des Tagesanbruchs befreite sie eigenhändig von ihrem Fluch, sodass sich ihre Landsleute nicht dem Schicksal beugen mussten. Selbst sie, die so unbedeutend wie Schneestaub war, konnte in jenem goldenen Traum Glück finden. Wie könnte sie das jemals vergessen? Das versprochene Glück war einst so nah ... Aber die große, goldene Stadt war bereits wie eine Lawine eingestürzt, und von unzähligen trügerischen Träumen blieb nur noch der Tod des blassen Silbers. Die Überlebenden des untergegangenen Reichs wanderten auf den bitterkalten Eiswüsten umher und verzehrten das Fleisch und das Blut der anderen, nur um am Leben zu bleiben. Die Starken zertraten die Schwachen unter ihren Füßen. Selbst Feen vergingen wie Eintagsfliegen, ganz zu schweigen von den kurzlebigen Sterblichen. „Sieh dir diese grausamen Bestien an. Sieh, was sie aus dem Traum meiner Mutter gemacht haben.“ „Die große Stadt aus Gold ist gefallen. Sie ist gefallen und wurde zu einem Friedhof der unreinen und abscheulichen Dinge.“ „Da nur ich die Nachkommen meiner Herrin beschützen kann – so soll die Blutschuld mit Blut beglichen werden.“ Die Urahnin der Snegoviki, die nie wusste, was Liebe bedeutete, vernichtete jene Artgenossen, die die Menschen ebenso hassten, und gewährte ohne Vorbehalt den heimatlosen Klans der Sterblichen in ihrem Gebiet der bitteren Kälte Zuflucht. Karmesinrot und Silberweiß flossen gleichermaßen wie Flüsse, unzählige Wehklagen färbten ihr Kleid ... Doch als die verängstigten Menschen zu ihr aufblickten, sah sie keine Liebe. Der Volkodlak-König, der tief im Wald hauste, kam persönlich, um einen Waffenstillstand vorzuschlagen, und flehte diese blutige Snegurochka an, die Feen des eigenen Volkes nicht weiter abzuschlachten. Er hatte sich längst darauf eingestellt, Tribut zu zahlen und sich zu unterwerfen, doch er hätte nie erwartet, dass sein Gegenüber ihn fragen würde, was Liebe ist. „Das ... Was Ihr getan habt, ist Liebe, Eure Hoheit?“ Als der Volkodlak-Herrscher von Cirnareka sah, dass die blutbefleckte, wahnsinnige Königin den Speer in ihrer Hand nicht senkte, musste er weiter antworten: „Liebe ist Angst. Alle, die aus Fleisch und Blut sind, empfinden Angst. Sie haben die Angst davor, eines Tages das zu verlieren, was sie lieben.“ „Mit Angst haltet Ihr eure Sterblichen wie braves Vieh, und wir tun das Gleiche. Deshalb müssen wir eigentlich keine Feinde sein ...“ Kaum waren seine Worte verklungen, durchbohrte ein silbernes Licht die Kehle des Volkodlak-Herrschers. Viele Zeitalter der Feen kamen und vergingen seither. Lange danach verirrte sich ein noch unwissender Junge im Wind und Schnee. Er folgte den vertriebenen Flüchtlingen in ihr Gebiet. Sie durchschaute seine Herkunft und nahm ihn einfach als Schüler auf. In den Pausen der brutalen, tagtäglichen Spezialtrainings fragte ihn überraschenderweise seine Meisterin, die ihm jeden Tag beibrachte zu lieben, was Liebe eigentlich sei. „Hä? Fragst ... Fragst du mich?“ „Das weiß ich nicht. Aber ich denke, Liebe sollte bedeuten, die Lasten gemeinsam zu tragen und zu vergeben. Hast du mir das früher nicht auch gesagt, Meisterin?“ „Um ein Land aufzubauen, das wieder zu träumen wagt, müssen wir nicht nur an seiner Pracht teilhaben, sondern auch jede damit verbundene Mühsal gemeinsam tragen.“ „In einem Reich der Liebe sollte niemand allein leiden müssen. Nur wenn wir die Lasten des anderen gemeinsam tragen und dem Morgen zusammen entgegensehen, können wir ... Uwaah!“ Kaum waren seine Worte verklungen, durchbohrte ein silbernes Licht bereits das Grundgestein zu seinen Füßen. Der von ihr ausgewählte Nachfolger verabschiedete sich schließlich und trat jene Reise an, die in den Liedern und Geschichten kommender Zeitalter fortbestehen sollte. Als der lästige Lärm verstummte, stellte die scharlachrote Knyazhna des Blutes jedoch fest, dass die Sehnsucht in ihrem Herzen schwächer geworden war. Jene Dame befreite sie von dem Fluch, der ihr Schicksal verankerte, doch sie konnte nie wieder einen neuen Anker finden. Eine Seele, die nicht mehr mit der Welt verknüpft war, war wie verblassender Schnee und dazu bestimmt, eines Tages lautlos im vorbeiziehenden Wind zu vergehen. Die Erste der Snegoviki, vor der sich unzählige Sterbliche und Geister fürchteten, spürte zum ersten Mal tiefe Angst. Ahh ... Wenn ich nicht noch mehr Blut vergieße, werde wohl selbst ich eines Tages den Traum meiner Mutter vergessen. Es musste Abschlachten geben, Abschlachten und immer wieder Abschlachten, bis ihre Seele in einen noch tieferen Sumpf aus Blut sank, damit sie nicht verblasste und verging ... Und so begegnete die Wandererin eines untergegangenen Reichs, deren Leben so lang wie eine Winternacht war, jemandem, der so flüchtig wie der Morgentau war.

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