Deutsch
Tanz der Freiheit nach dem Schlüpfen
Verleiht dem Träger nach jeder Anwendung einer Elementarfähigkeit oder Spezialfähigkeit der Reihe nach einen der folgenden drei Effekte: Wind der Treue: Erhöht den kritischen Schaden des Trägers 10 s lang um 56 %. Wind des Verrats: Erhöht den durch die Reaktion Stellar-Verwirbelung des Trägers verursachten Schaden 10 s lang um 36 %. Wind der Ernte: Stellt dem Träger 5 Punkte Elementarenergie wieder her. Auf diese Weise können alle 4 s bis zu 5 Punkte Elementarenergie wiederhergestellt werden. Entfernt obige Effekte beim Auswechseln der Figur und setzt die Reihenfolge wieder zurück.
Nutzer — Einhänder
Geschichte
In jenen Tagen, ehe sie ihren Geschlechtsnamen verlor, ehrte die Welt sie ehrerbietig als die „älteste Tochter von Strivozha“. Als Großherzog Photius jäh an einem Schlaganfall verstarb, oblag es der treu dienenden Strategin, seinen Titel zu übernehmen, und begrub seine Anmaßung, die Druzhna zum Aufstand zu führen, mitsamt dem Honig, den er getrunken hatte, im kühlen Grabe. Der Wind des ewigen Eises ist stets wandelbar, doch die Sippe der Vila-Fürsten thronte noch immer auf dem Gipfel der Macht. Wider den Wunsch der Ahnen fiel der Hof von Veneter auf verschlungenen Wegen erneut an die Nachfahren von Strivozha zurück. So wurde den Chroniken dieses Geschlechtsnamens abermals ein Zeugnis edler Treue hinzugefügt – ganz wie einst am Königshof des Bleichsterns. „Edler Fürst, bist du wahrhaft so töricht zu glauben, dass die neugekrönte Zarin deinem Clan jemals trauen wird?“ „Der Ruhm des Königshofs des Bleichsterns ist ihr eine Klinge über dem Haupte. Am Ende wird sie in den Schmeicheleien der Sterblichen versinken.“ „Deine Mutter ... die Reine hielt Kaiser Monomach stets unerschütterliche Treue. Wie könntest du diesen Schwur je vergessen?“ „Wohlan, Erlauchte Gluvasha Strivozha, lasst uns die Kräfte einen und jene trügerische Usurpatorin zerschlagen!“ Die Aufrührer wussten um die unverbrüchliche Treue ihrer Mutter zum alten Kaiser und umwarben sie, um gegen die neue Herrscherin der Schneefelder aufzubegehren – Die älteste Tochter von Strivozha willigte alsbald ein; in ihren smaragdgrünen, geschlitzten Pupillen leuchtete dasselbe erhabene Mitleid wie einst bei ihrer Mutter. „Wenn, wie du sagst, mein Freund, jene verabscheuungswürdige falsche Herrscherin um der Zukunft unserer Sippe willen gestürzt werden muss,“ „so schwöre ich auf die Ehre der heiligen Strivozha, dass die Vila unverbrüchlich auf eurer Seite stehen werden.“ Ganz wie die Aufrührer es ersehnt hatten, prangerte die Fürstin der Vila in den folgenden Monaten vor aller Augen die Grausamkeiten der Zarin an. Zunächst wies sie die Sondergesandten des Zapolyarny-Palastes aus ihren Ländereien, und bald darauf hob sie gar ohne kaiserliches Dekret eigene Gefolgsleute aus. Wenig überraschend schien die älteste Tochter von Strivozha von jeher so getreu und lauter wie ihre Mutter, die man ehrfürchtig als „die Reine“ pries – Obgleich die aufbegehrenden Feen der einzelnen Sippen einander befehdeten und misstrauten, vertrauten sie ihre geheimen Kunde allzeit den Vila an. Erst als man sie auf einen Schlag zerschlug, erkannten die Aufrührer, dass jene Verbündete, auf die sie gebaut hatten, längst an der Seite der Zarin stand. Sie warfen ihr voll Zorn Verrat vor und klagten in ihrer Not, sie habe den Ruhm ihrer Mutter besudelt. Die Fürstin der Vila aber tat all dies mit einem Lächeln ab: „Ach je, habt ihr nicht allenthalben Strivozhas Treue gepriesen? Entsprang nicht ebendiesem Glauben euer Verlangen, euch mit uns zu verbünden?“ „Wie ich schon sagte: Sollte unsere Zarin Anastasya fürwahr gestürzt werden müssen, stünden die Vila selbstredend an eurer Seite.“ „Doch ... hätte der Wind euch je Kunde getragen, wüsstet ihr längst, dass einzig Anastasya unsere rechtmäßige Herrin ist.“ „Ihr seid nicht meine Gebieter, noch bin ich eure Vasallin. Wie könntet ihr mir also frevelhaft vorwerfen, euren Aufruhr verraten zu haben?“ So wurden auf der gefrorenen Erde, umstrahlt vom Glanze der Barmherzigkeit, alle Aufstände restlos erstickt. Strivozha war niemandes Feind. Wie es in den Chroniken steht, wahrte sie von jeher Ruhm und Treue. Die meisterhaft verfassten Chroniken finden hier ihren Abschluss, doch das spätere Gesuch der Vila-Fürstin blieb fast gänzlich unbekannt: „Meine Zarin. Ein erlauchter Geschlechtsname ist nur eine Fessel. Der kostbarste Lohn für mich ist allein die Freiheit.“ „Die Vila empfingen bereits Eure unermessliche Huld und so flehe ich Euch an, mir fortan den Nachlass aus jeglicher Fessel zu gewähren.“ „Selbst wenn es die Aufrührer täuschen sollte, bleibt mein eigenmächtiges Ausheben von Truppen ein unverzeihlicher Frevel.“ „So flehe ich Eure Majestät an, mein Lehen einzuziehen, mir Geschlechtsnamen und Rang abzukennen und eine neue Fürstin zu ernennen.“ Und so erging der majestätische Wille aus dem Heiligtum, mild und liebevoll wie ein wehmütig ferner Seufzer ... „Gluvasha. Von Stund an soll die Welt dich nimmer unter deinem Geschlechtsnamen erinnern.“ „Schweigen die Chroniken dereinst auch über deinen Fürstentitel, so möge dein Grabstein auf ewig die lautere Treue künden, der dein Herz gehörte.“