Lumidouce-Elegie
Waffen

Lumidouce-Elegie

Seltenheit 5StangenwaffeKT

Stufenwerte

Stufe
ANG608
KT33,1 %
Lumidouce-Elegie — Ein prächtiger, mit himmelblauem Kristall geschmückter Speer. Es heißt, er sei der Schatz eines gewissen legendären Meisterduellrepräsentanten gewesen, und doch wurde er nicht ein einziges Mal benutzt.
Deutsch

Ouvertüre zur Morgenröte

Erhöht den ANG um 15 %. Erhöht den verursachten Schaden um 18 %, nachdem der Träger bei Gegnern die Reaktion „In Flammen“ ausgelöst oder den im Zustand „In Flammen“ befindlichen Gegnern Dendro-Schaden zugefügt hat, hält 8 s, 2-fach stapelbar. Stellt bei 2 Stapelungen oder beim Zurücksetzen der Wirkungsdauer von 2 Stapelungen 12 Punkte Elementarenergie wieder her. Die Elementarenergie kann auf diese Weise alle 12 s höchstens einmal wiederhergestellt werden. Die beiden oben genannten Effekte können auch noch ausgelöst werden, wenn sich die Figur inaktiv in der Truppe befindet.

Nutzer — Stangenwaffe

Geschichte

In der Dunkelheit der Stadt unter der Stadt, wo weder Sonnenschein noch Regen hinkommen, fristet man ein jämmerliches Dasein. Für ein verschimmeltes Stück Brot ist mancher bereit, die rostige Klinge zu ziehen und ein ebenso nichtiges Leben zu beenden. Schwache Feiglinge werden naturgemäß zur Beute der Starken. Das ist die natürliche Ordnung des Fleuve Cendré. Somit sollte man es auch gelassen hinnehmen, selbst zur Beute zu werden, wenn man bei der Jagd von einem Stärkeren niedergerungen wird. Wie ihre Mutter es sie noch zu Lebzeiten gelehrt hatte: Was aus der Asche geboren wird, wird am Ende auch wieder zu Asche zerfallen. Wenn ich zurückdenke, scheint mein bisheriges Dasein von so bedrückender Nichtigkeit, ohne Erfolge und ohne Hoffnungen. Da es eine „Selbstverständlichkeit“ der Welt zu sein scheint, mag man es als eine Art von Glückseligkeit ansehen, dies still hinzunehmen. Ihr ersehnter Tod trat wider Erwarten nicht ein, und als sie ängstlich ein Auge öffnete und den Kopf hob, lächelte ein seltsam gekleidetes Mädchen sie sanft an und steckte ihr eine Blume, wie aus dem Nichts hervorgezaubert, ans Ohr. „Diese Blume wird Lumidouce-Glockenblume genannt, die in der Sprache der Blumen ... ja, Hoffnung bedeutet. Sieh nur, wie gut sie zu deiner Haarfarbe passt.“ „Würde aus solch bezaubernden Augen immerzu nur Verzweiflung sprechen, es wäre doch eine wahre Verschwendung.“ „Komm, holde Maid mit den saphirblauen Augen, lass mich dein Herz mit dieser Blume gewinnen.“ In dieser Gestalt betrat Marfisa, die später als die stärkste Duellrepräsentantin gefeiert wurde, zum ersten Mal die Stadt über der Erde. In der luxuriösen Loge des ruhmreichen Theaters schwand ihre Erinnerung an das Lächeln des Zauberers und seines Assistenten auf der Bühne. Sie erinnerte sich nur an das grelle Scheinwerferlicht, das die Blumen der Fantasie zum Erblühen brachte, klar, rein und dennoch so stark. Könnte ich doch wie sie selbstverständlich im Licht des Tages wandeln, dann müsste ich mich nicht länger in der Asche verbergen. Daher sollte ich Hoffnung im Herzen tragen ... Möge dieses vom Licht berührte Leben wie eine Lumidouce-Glockenblume erblühen. So bestieg das Mädchen, aus der Asche geboren, endlich auf ihre eigene Bühne, wie sie es sich immer erträumt hatte. Ohne Lehrmeister und nur mit ihrem außerordentlichen Talent ahmte sie jede Kampftechnik nach, die ihr Auge je erblickt hatte. Es gab kein Erbarmen, nur ein blutrotes Meer wie von Blüten, die unter der scharfen Spitze ihrer Lanze allein für sie darniedersanken. Eine Erscheinung auf der Bühne, teilnahmslos und vornehm rein, eine Erscheinung, als würde sie den Tod zu einem Tanz verführen, Beinahe wie in einem Meisterwerk des großen Coppelius, die angeblich die Kluft des Todes sehende Saphirhexe. Leben und Tod, Sieg und Niederlage, all dies sind selbstverständliche Dinge. Folgt man nur den Gesetzen, die man mit eigenen Augen sieht, wird man natürlich den leichten Weg zum Sieg finden, losgelöst von Gut und Böse, unabhängig von den Regeln oberhalb der Erde. Am Ende ihrer Siegesserie täuschten sie die verschlagenen Augen eines Schwertkämpfers und seine trügerische Langsamkeit leitete sie fehl. Zuletzt offenbarte sie eine tödliche Schwachstelle und eine scharfe Klinge bohrte sich in ihrem Arm, sodass ihre Unterlegenheit nicht mehr zu leugnen war. „Deine Speertechnik ist faszinierend, aber ein wenig steif, als würdest du einem vorherbestimmten Ablauf folgen.“ „Doch Herzen sind wandelbar, kein Licht brennt unvergänglich und dein Schwachpunkt liegt in deiner starren Gesetzmäßigkeit.“ „Gleichsam scheint deine Speertechnik vollständig auf den Regeln zu beruhen, an die du glaubst, und es fällt dir schwer, sie aufzugeben.“ „Wie wäre es, wenn du deine Denkweise änderst und die Unveränderlichkeit zu deiner Regel machst?“ „Nimm die Gerechtigkeit: Wie der Goldene Jäger einst sagte, auch wenn die Welt untergeht, so bleibt die Gerechtigkeit doch bestehen.“ „Sind die Menschen oberhalb der Erde würdig, über Gerechtigkeit zu sprechen? Sie sind etwas geschickter, aber müssen sie deshalb von oben herab belehren?“ „Eines Tages, Jäger, wirst du als ein weiterer Unterlegener vor der Spitze meiner Lanze zu Boden gehen.“ Trotz dieser Erwiderung mag der Mann doch recht haben ... Verbrechen müssen bestraft, Lügen aufgedeckt werden. Die Welt sollte nach diesem Prinzip funktionieren. Gerechtigkeit sollte über alles siegen. Wie hätte er sie sonst besiegen können? Also sollte man von Gerechtigkeit durchdrungen sein ... eine eisige Elegie für diejenigen, die versuchen, dem Schuldspruch zu entgehen. So wurde das aus der Asche geborene Mädchen, nachdem es die alten Grundsätze abgelegt hatte, zur Stellvertreterin im lila Gewand. Sie verschaffte der Gerechtigkeit der natürlichen Ordnung Geltung, bis das Feuer Poissons den Sünder Parsifal vor sie brachte ... ... Wenn ich zurückdenke, scheint mein bisheriges Dasein von so bedrückender Nichtigkeit, ohne Erfolge und ohne Hoffnungen. Da es das natürliche Wesen der Welt zu sein scheint, mag man es als eine Art von Glückseligkeit ansehen, dies still hinzunehmen. Obwohl dem so war, wurde alles Selbstverständliche bedeutungslos, als sie in das reine Quellwasser sank. Erst als ihre Erinnerungen im Wasser zerrannen, verstand sie, dass die wahre Bedeutung der Lumidouce-Glockenblume nie Hoffnung gewesen war. Wie ihre Mutter es sie noch zu Lebzeiten gelehrt hatte: Was aus der Asche geboren wird, wird am Ende auch wieder zu Asche zerfallen. Und am Ende dieser langen Suche bot ihr selbst das Schicksal keine Elegie von der Art dar, die wie eine Blume hätte sein sollen.

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