Tag des aufkommenden Windes
Artefakte

Tag des aufkommenden Windes

Seltenheit 5

Set-Boni

2

2 Teile

Erhöht den ANG um 18 %.

4

4 Teile

Verleiht nach Treffen von Gegnern mit einem Standardangriff, heftigen Schlag, einer Elementarfähigkeit oder Spezialfähigkeit 6 s lang „Segen des Windes und des Hirtengesangs“: Erhöht den ANG um 25 %. Verbessert, wenn der Träger „Aufgabe der Hexe“ bereits abgeschlossen hat, „Segen des Windes und des Hirtengesangs“ zu „Willen des Windes und des Hirtengesangs“ und erhöht zusätzlich die KT des Trägers, der die Prüfung bestanden hat, um 20 %. Diese Effekte können auch ausgelöst werden, wenn sich der Träger inaktiv in der Truppe befindet.

Deutsch

Sphären

Teile

Spruchdichtung der Windblume

Spruchdichtung der Windblume

Blume des Lebens

Eine ewig blühende graublaue Kristallblume, von der es heißt, sie habe einst einem wandernden Mädchen gehört, das Wind und Blüten herbeirufen konnte.

Geschichte

„Im Namen des Oberhaupts des Gunnhildr-Klans schwöre ich hiermit dem neugeborenen Gott die Treue. Wir wanderten einst durch schneidende Nordwinde und ertrugen Leid, das so kalt wie Leichentücher war. Unsere Heimat liegt längst begraben in einer toten, silbernen Stille, und unsere alten Bräuche verblassten bereits zu trostlosen Ruinen. Doch wie Blumen, die von wilden Winden geformt wurden, wird sich unser Rückgrat niemals beugen. Wir werden die Freundschaft in Tagen bitterer Dunkelheit niemals verraten, und wir werden niemals den Eid vergessen, der mit Blut geschrieben wurde.“ „Im Namen des Oberhaupts des Gunnhildr-Klans schwöre ich hiermit dem neugeborenen Gott die Treue. Wir werden nicht, wie der Gotini-Klan, Singvögel aus reinem Gold darbringen. Wir werden auch nicht, wie der Hlaewringi-Klan, dem Wind glorreiche Kriegsverdienste weihen. Anders als die Bructeri, die heilige Hallen errichteten, oder die Sitones, die erlesene Verse präsentieren, bringen wir dem Wind nichts als Blüten, glühende Herzen und eine Aufrichtigkeit dar, die niemals verblassen wird.“ „Im Namen des Oberhaupts des Gunnhildr-Klans schwöre ich hiermit dem neugeborenen Gott die Treue. Wir haben heftigen Stürmen gegenübergestanden und auf dem Turm Schulter an Schulter mit der Gottheit gekämpft. Wir haben auch die sanfte Brise gesehen. Nach der Düsterheit sind wir unter der Frühlingssonne neu geboren. Sollten die Winde eines Tages erneut wüten und ein Tyrann versuchen, die Sterblichen wieder zu quälen, werden wir nicht zögern, die hellen Blüten mit Blut zu beflecken, selbst wenn das bedeutet, dem göttlichen Thron noch einmal den Rücken zu kehren. Wenn die Winde stets sanft bleiben und der Himmel gütig auf unser Reich blickt, werden wir das Lied von Mondstadt ohne Zögern bewahren, so wie uns die neuen Winde einst ihre schützende Gnade gewährten.“ „Im Namen der Nachfahren der Großen Arcadia, so krönen wir den neugeborenen Gott mit den tausend Winden. Mögen deine Worte wie die unserer ehemaligen Herrin sein, bis der Glaube aller Wesen mit der Poesie eins wird. Mögen deine Taten wie die unserer ehemaligen Herrin sein, bis unsere ehemalige Herrin so handelt wie du.“

Eid des Morgenlichts

Eid des Morgenlichts

Feder des Todes

Eine blaugraue Feder, so rein wie das Morgenlicht. Sie soll einst einem Wächter gehört haben, der seinen Namen aufgegeben hat.

Geschichte

Das war eine unwirtliche Vergangenheit, als die blasse Dämmerung die kalte Nacht noch nicht durchbrochen hatte. Die in Eisen gehüllten Krieger hatten den Himmel nie erblickt. Scharfe Winde hielten die eingefrorenen Himmel fern. Krieger sollten die Rebellen, die sich in dunklen Gassen versteckten und den hohen Turm zu erschüttern wagten, gleich zu Beginn ausschalten. Doch wegen der Lieder, die von den Saiten des jungen Barden flossen, legten die Krieger ihre Schwerter und Klingen nieder. Nicht von rebellischen Worten verführt, nicht von leeren Versprechungen bewegt, gaben die Krieger nur der Sehnsucht des Vogels im Käfig nach dem Himmel nach, die von Natur aus tief im Blut aller Lebewesen lag. Ob Arme, die von heftigen Winden gebeugt wurden und sich zitternd neben dem Jungen zusammenkauerten, oder Mädchen, die in bleichen Ödnissen umherirrten und nach tausend Winden und Blüten riefen; ob der kleine Geist der Winde, dessen Herz von der Musik des Jungen bewegt wurde, oder die Soldaten, die genauso unter Hunger litten wie die Menschen, die sie auf Befehl unterdrücken sollten; ob alte Dichter, deren Augen ausgestochen wurden, oder heimatlose Handwerker, deren Hände abgehackt wurden, oder die unzähligen Schwachen und Kranken, deren Namen im tosenden Wind verloren gegangen waren; alle, eingetaucht in jenes Lied, das so sanft wie eine Morgenbrise und so warm wie das kalte Nächte durchdringende Dämmerungslicht war, hoben unwillkürlich ihre Köpfe und blickten zum noch fernen Himmel. Selbst die vom König der Götter am meisten begünstigte Dienerin, jene schweigsame und strenge, aber aufrichtige und zuverlässige Jägerin ... Sie musste wohl auch von ihrem ehemaligen Herren gezwungen werden, sodass ihre zarten Hände mit dem Blut Unschuldiger befleckt wurden. Wie hätten sonst ein paar wenige Worte der Überredung sie dazu bewegt, den Tyrannen zu verlassen und denjenigen nachzufolgen, die sich ihm widersetzten? Auch wenn sie sich nicht gut ausdrücken konnte, muss sie sich bestimmt, genauso wie ihre Gefährten, nach einer sanfteren Dämmerung gesehnt haben ... So gab die schweigsame Kriegerin ihre Pflichten und ihren Namen auf und webte stattdessen ihre Falle aus den Schatten, um für den Jungen, der die Morgendämmerung besang, in der langen Nacht verstreute Winde zusammenzuführen, bis sie gegen die turmhohe Windmauer wehten. „Lass die namenlosen Blumen deine Tränen wegküssen, und trauere nicht um den morgigen Abschied. Bis die Brise der Dämmerung meinen Namen verweht, und das wahre Licht für dich enthüllt.“

Note im Frühlingslied

Note im Frühlingslied

Sand der Zeit

Eine Sanduhr mit graublauem Sand, deren Inhalt sich aus irgendeinem Grund einfach nicht bewegen will, egal wie man sie auf den Kopf stellt.

Geschichte

„Keine Stahlklinge kann es zerschneiden und kein Steinjoch kann es gefangen halten. Der Wind fürchtet die Zukunft nicht. Er eilt ihr nur entgegen. O trauriger Tyrann, ganz gleich, wie viel Blut deine Hände befleckt, wirst du, solange der Wind noch weht, die Freiheit des Liedes nicht an dich reißen.“ Als der Sturm vor dem zerfallenden göttlichen Thron tobte, schlug der zarte Junge ein letztes Mal die Saiten seiner Leier an. Die Melodie, die einst nur im Schatten dunkler Gassen erklang und die Unterdrückten Mut fassen ließ, war nun durch mühsame Jahre des Kampfes gehärtet worden. Sie wurde zu einem brüllenden Widerstand der Vielen geschmiedet, zu einem Gewitter, das kein Sturm zerreißen konnte. Wenn sterbliches Fleisch den Sitz der Götter nicht überwinden konnte, wenn der Gesang „dieses Moments“ die Hand des Unheils nicht aufhalten konnte, dann lass die Wünsche unzähliger solcher „Momente“ mit der Sehnsucht nach Freiheit verschmelzen, die durch zahllose Zeitalter hallt. Lass den markerschütternden Hass eines einzigen Augenblicks im langen Fluss der Zeit verwehen, wie Blütenblätter, die in der Brise treiben. In einem einzigen, außergewöhnlichen Moment schlug der Junge, dessen Körper selbst zum Instrument wurde, die Saiten an, die einst allein dem Herrscher der Zeit gehörten. Sogar die Mutter der tausend Winde war schockiert und ihr Blick fiel kurz auf die trostlosen Nordlande. Jener gewaltige, flüchtige Sturm verwandelte sich in ein tausendjähriges Gedicht aus Wind und Farbe, in sanfte Brisen, die klare Quellen und duftende Obstweine streicheln, in die fernen Gesänge der Kiefern und der Hirtenmelodien über grünen Feldern. Er wurde zum Schwert, das sowohl königliches Blut als auch giftige Drachen durchbohrte. Er wurde zu den feierlichen Eiden aus alter Zeit und den Seufzern der Liebenden. In der Morgendämmerung begann die erste Note der Symphonie der tausend Jahre. Sein Name ist Mondstadt und alle, die die Freiheit im Herzen tragen, sind seine Musiker. Aber das Fleisch und Blut des Ersten, der die Saiten schlug, vermochte nicht, das Gewicht des Liedes einer Nation zu tragen. Die große Symphonie, die die geraubte Macht der Zeit herbeirief, goss die brennende Wut eines Augenblicks in einen tausendjährigen Moment. Der Körper des Barden fiel mit dem einstürzenden Turm, und der Name, der eigentlich hätte überdauern sollen, wurde von den Winden der Zeit fortgeweht. Wie zerbrechlicher Schnee, der beim Hauch des Frühlings schmilzt, ist er aus Erinnerung und Stimme verloren gegangen. Nur jener winzige Windgeist, an dem Tag, als die Mutter der Zeit und des Windes ihre Macht verlieh, nahm sich still einen Faden der Zeit aus vergangenen Tagen, zusammen mit dem Namen, den selbst die Umkehr der Jahre nicht retten konnte. „Mein lieber Freund, nimm nun diese Brise aus tausend Jahren, und mit ihr die Sehnsucht nach Freude und die Träume von Freiheit. Trauere nicht um mich. Solange der Wind weiter weht, werden die Leute für ihre Hoffnung auf das Morgen singen, so wie ich es einst tat.“

Unausgesprochene Bankettgespräche

Unausgesprochene Bankettgespräche

Kelch der Leere

Ein uralter blaugrauer Weinkelch, der angeblich einst einem namenlosen Barden aus längst vergangenen Zeiten gehörte.

Geschichte

Das war eine unwirtliche Vergangenheit, als sanfte Frühlingswinde Eis und Schnee noch nicht geschmolzen hatten. Die azurblauen Kelche waren nie mit süßem Wein gefüllt, und von den Lippen flossen nichts als bittere Lieder. Der schweigsame Bogenschütze schoss seinen letzten Pfeil auf den Tyrannen und gab sein Leben, als der Pfeil die unerschütterliche Windmauer durchbohrte. Der Chor der Auflehnung ertönte, und die sanfte Brise verwandelte sich in eine tosende Flut, die tief ins Herz des einsamen Königs stach. Das hätte das Ende des Aufstands der Sterblichen gegen die Götter sein sollen, weil der Herr des Sturms von seinem hohen Turm herabstürzte. Doch bevor die sich von ihren Fesseln befreienden Helden um ihre gefallenen Kameraden trauern konnten, zog ein rasender Sturm voller Bosheit auf und wollte die Menschen, denen ein neues Leben geschenkt worden war, allesamt verschlingen. Es war der letzte Klagelaut, den der Tyrann, der von allen verlassen wurde und dessen Wahnvorstellungen zerfielen, inmitten der Trümmer seines Throns ausstieß. Selbst die schwächsten Götter, die vor ihrem Lebensende Groll hegen, können die stärkste Festung, die von den Sterblichen errichtet wurde, umstürzen. Ganz zu schweigen von dem König der Götter, der Frost und Schnee durchtrennen, mit den Stürmen des Zorns die Berge zerschmettern und die mächtigen Drachen mit einem Pfeil abschießen konnte. Die Rebellen, die all ihre Kraft für den Gottesmord aufgewendet hatten, konnten die unvorhergesehene Katastrophe längst nicht mehr aufhalten. Die Hoffnung, die sich gerade über den Ruinen erhob, schien dazu bestimmt zu sein, von diesem wütenden Sturm verschlungen zu werden und ihrem Untergang entgegenzugehen. In dem Moment, als sich das donnernde Grollen der Vernichtung näherte, war das, was in Sicht der Geister, der Ritter und der Menschen unter dem Turm kam, die zarte Gestalt des Jungen, der nie gut im Kampf war und nun, seine Saiten zupfend, dem heftigen Wind entgegentrat. Kein Lied enthüllte je das tiefe Geheimnis dieses Augenblicks, kein Gedicht ergründete je seine Wahrheit. Der Wind, der so stark war, dass er jeden einzelnen Knochen auf der Erde hätte zerreißen können, legte sich plötzlich. Verehrer der Nachwelt bezeichneten es als ein Wunder. Nur der verehrte Gott der Poesie wusste, was für Worte vor der Dämmerung eingraviert wurden ...

Ballade von Liebe und Klage

Ballade von Liebe und Klage

Haarreif der Vernunft

Ein edler Haarschmuck, besetzt mit Jade und graublauem Kristall. Es heißt, dass er in ferner Vergangenheit ein Andenken des Herrschers der Stürme an seinen geliebten Anhänger war.

Geschichte

Blutroter Fruchtwein schimmerte in den goldenen Kelchen, und die wassergrüne Jade strich sanft über die zartweißen Zöpfe. Die nackten Füße beschritten nicht mehr das Silber des silbrigen Schnees. Nur silbriges Silber fiel auf ihre Füße wie Schnee. Unter dem Schatten der hohen Turmspitze, im Käfig der trügerischen Verzauberung, glaubte die Jägerin fälschlicherweise, dass sie die Gunst eines Tyrannen besaß. Genau wie der heimatlose Handwerker, der ihr einen Uhrwerksvogel aus reinem Gold darbot und nur um sein Leben flehte. Seine beiden Hände wurden vom kalten, scharfen Wind ihres Königs abgehackt, damit solch ein Spielzeug nie wieder einem anderen gehören konnte. Als die unwissende Blutlinie sich vor dem tosenden Wind verneigte und sie dem König des Turms wie ein Opfer darbrachte, wusste die Jägerin, die einst mit den Schneeeulen auf dürren Zweigen rastete und mit Falken in den Ödnissen tanzte, noch nicht, dass der von allen gefürchtete Sturmkönig sie aufgrund ihrer Bogenkünste zu seiner begünstigten Dienerin erheben würde. Bevor sie ihrem König begegnete, verstand sie weder die Zärtlichkeit der Liebe, noch den scharfen Schmerz des Hasses. Bevor sie ihrem König begegnete, war das Herz der in Ödnissen wandelnden Jägerin nicht wie ein menschliches Herz gerührt worden. Wenn es diejenigen gibt, die mit den Träumen der Güte und Freiheit geboren wurden und danach sehnen, mit ihrem Gesang die Windmauer der Verzweiflung zu durchdringen, und wenn selbst Götter in ihren eigenen Wahnvorstellungen und ihrem Dünkel gefangen sein können und daher nur im fruchtlosen Traum namens Ewigkeit versunken sind, dann gibt es auch Menschen, die von Geburt an unvollständig sind und die Leere in ihren Herzen nur durch blinde Zuneigung ausgleichen können. „Mein geliebter Herr, außer dir hat niemand mir je sanfte Träume gezeigt. Weder die Wellen, die den feinen Sand sanft küssen, noch die grünen Wälder, die die üppige Erde umarmen.“ Der stürmische Wind spiegelte niemals das Leid der zusammenkauernden Ameisen wider. Und ihre Augen trugen nichts als die einsame Gestalt des Königs der Götter. Für ihren Gönner, der sie die Bedeutung der Liebe lehrte, sollten jene angstvollen und hasserfüllten Blicke ausgelöscht werden. Und doch ... Egal, was für Siege sie ihrem König darbrachte, wessen Kehlen sie in seinem Verlies durchbohrte, wie viele aufständische Dörfer sie zu Ruinen verwüstete, wie viele Male sie ihm sanft ins Ohr flüsterte ... Der König, der hoch oben auf dem Turm thronte und vom stürmischen Wind gekrönt wurde, auf seine Untertanen herabblickte, sie unterdrückte und verwöhnte, schüttete ihr niemals die Liebe aus, von der er sprach. Er war nie geizig mit der Liebe, die er den Bürgerlichen zuteilwerden ließ – der stürmische Wind, der das Fleisch und Blut der Sterblichen zerreißen konnte. Als sie aus ihrer blinden Zuneigung erwachte, erkannte sie, dass sich von dem Tag der ersten Begegnung an, von Anfang bis Ende, ihre Gestalt nie in seinen Augen spiegelte. Ja, ja, wenn ihr weder die unter dem Windschleier dargebotenen Tänze noch das sanfte Flüstern auch nur seinen flüchtigen Blick verschaffen konnten, wenn all der blutige Ruhm und die Freude der Abschlachtung nicht dafür sorgen konnten, dass sein Blick nur auf sie fallen würde ... ... dann lass seinen Blick für immer in dem Moment verweilen, dem sich ihre Gestalt eingebrannt hatte. Dies war die einzige Liebe, die sie verstehen und dem König als Gegenleistung darbringen konnte. Dies war die einzige Liebe, die er je gezeigt hatte und die wahrscheinlich wirklich als Liebe bezeichnet werden konnte. Auch wenn er von Liebe sprach, so war er doch nur von schneidenden Winden umgeben. „Mein geliebter Herr, außer dich würde mein Herz niemanden lieben. Deshalb bitte ich dich ... nur mich und niemanden außer mir anzusehen.“ – So sagte eine Sterbliche, die von der Liebe nichts wusste, zu einem Gott, der nicht kennen konnte, was Liebe war. Bis zu dem Moment, in dem sie sich gegenseitig zerrissen, verstanden sie nie das Herz des anderen.

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