Blutroter Beweis
Artefakte

Blutroter Beweis

Seltenheit 5

Set-Boni

2

2 Teile

Erhöht den ANG um 18 %.

4

4 Teile

Erhöht, wenn der Träger die Reaktion Stellar-Verwirbelung auslöst, seine KT 10 s lang um 16 % und den Schaden durch die Reaktion Stellar-Verwirbelung um 40 %.

Deutsch

Sphären

Teile

Dank an deine Hingabe

Dank an deine Hingabe

Blume des Lebens

Ein leuchtend roter Blumenschmuck. Er symbolisiert den feurigen Ruhm.

Geschichte

Fräulein Guillotin saß an einem Tisch im Freien auf dem zentralen Platz von Snezhnograd und aß wie die Einheimischen Borschtsch. Dazu trank sie heißen, mit Alkohol versetzten Kaffee. In der eisigen Kälte kühlte er zwar rasch ab, brannte beim Schlucken jedoch vom Hals bis in den Magen. Das kluge Fräulein Guillotin verstand sofort, warum der spitzohrige Kellner ihr empfohlen hatte, die doppelte Menge Feuerwasser hinzuzufügen. Von Fontaine nach Snezhnaya – das hatte sie etliche Mühe gekostet. Den größten Teil der Zeit hatte sie auf den Schneefeldern verbracht. Das Wetter war kälter als erwartet, doch der Weg selbst war weniger beschwerlich als gedacht. Was sie aufhielt, war einzig dieser merkwürdige Ort. Sie sah, wie jemand mit nacktem Oberkörper von einem gut zehn Meter hohen Baum in einen Schneehaufen sprang. Dann beobachtete sie Kinder, die auf dem zugefrorenen See ein Rennen veranstalteten – darum, wer als Erster das Eis eintreten und ins Wasser fallen würde. Das Unglück war der Sieg, und so freute sich der Pechvogel am meisten. All das war noch schwerer zu begreifen als Alains kleine Geschichte vom Helden, der gegen den Drachen kämpft – denn es ließ keinerlei rechten Sinn erkennen und war ihr dennoch ausgesprochen fremd und neu. Vor etlichen Monaten saß sie mit einer Teetasse in der Hand auf einer Bank am Hof von Fontaine. Durch die feuchte, diesige Luft beobachtete sie die Renovierungsarbeiten am gegenüberliegenden Gebäude und vertrieb sich die Zeit damit, dem Bautrupp Fehler nachzuweisen. Der Aufpasser zeigte sich davon nicht genervt – im Gegenteil, er bedankte sich bei ihr. Das hinterließ einen guten Eindruck bei ihr, und so ließ sie es stillschweigend zu, dass er das Gespräch von sich aus weiterführte. Der Mann, der sich als Vize-Präsident irgendeines Verbands vorstellte, redete in einem gleichmäßigen, einschläfernden Ton. Eigentlich wäre das eine gute Gelegenheit zum Ausruhen gewesen – leider hatte sie seit Alains Weggang stets zu viel Zeit zum Grübeln und Dösen und hatte sich daran gewöhnt, alltägliche Dinge abseits ihrer Forschung im Halbschlaf zu erledigen. So hatte das Palais Mermonia ihr zum Beispiel eine stattliche Abfindung für Herzog Alain Guillotin ausgezahlt. Sie wollte nicht wie ein Geizhals auf einem Haufen Mora hocken und langsam vor sich hinvegetieren – zumal sie offenkundig schlichtweg nicht sterben würde – und sie wollte schon gar nicht, dass man sich in ein paar hundert Jahren Schauergeschichten über eine Puppe im Keller erzählen würde. Sie hatte gehört, dass die nicht weit entfernte Bank attraktive Anlagemöglichkeiten anbot. Doch eine Bank aus dem Ausland war für sie so etwas wie eine Falle. Egal, wie viel der hiesige Vizepräsident sie für ihre großzügige Förderung lobte – das kluge Fräulein Guillotin ließ sich davon nicht überzeugen. Oder warum gibt es Brot, das genauso bitter schmeckt wie schwarzer Kaffee, und ein Getränk, das sich anfühlt wie Brot? Alain hatte ihr ein Geschmacks- und Temperatursystem eingebaut, das dem eines Menschen in nichts nachstand. Aber wie sollte sie überprüfen, ob diese Funktionen ebenfalls bei niedrigen Temperaturen über einen langen Zeitraum stabil laufen? Der allzu freundliche Zweigstellenpräsident erzählte noch stets Anekdoten über Abenteuer in fremden Ländern. Zwischendurch lobte er sie. Er meinte, dass eine kluge Dame wie sie selbst für weitgereiste Abenteurer eine echte Seltenheit sei. Das sei wahrhaftig eine kleine Talentverschwendung. Sie half hier schließlich lediglich, Fehler in der Baustruktur zu korrigieren. Daraufhin stellte Fräulein Guillotin ihre leere Teetasse ab und beschloss, ein Getränk mit Brotgeschmack zu probieren. An einem Tisch inmitten von Eis und Schnee lernte sie den Direktor der Fatui kennen. Damals überlegte sie, wie alt der alte Hof wohl sein mochte, während sie zusah, wie ein Volkodlak, der noch ungeschickter war als Pulonia, versuchte, ein ganzes Tablett randvoller Weingläser zu balancieren. Inmitten dieser wackeligen Angelegenheit beschrieb ihr der Maskierte ein Ideal zur Rettung der Welt. Er sagte, das unvernünftige Schicksal sei eine Kette, die zerbrochen werden müsse, und die alte Welt zu zerstören, sei gleichbedeutend damit, sie zu retten. Schicksal und Weltenrettung – Themen, die sie schon häufig gehört hatte. Doch gerade jetzt wirkten sie irgendwie aufgesetzt. Sie seufzte und dachte: Alain ... Du hast mir eine freie und außergewöhnliche Seele geschenkt. Hast du dabei je überlegt, was ich damit anfangen würde? Doch gleich darauf korrigierte sie sich: Das war eigentlich keineswegs Alains Frage. Das war ihre eigene Lebensaufgabe. Der Held mit dem heiligen Schwert und der böse Drache, völlig gleich, ob er besiegt werden sollte oder nicht, sind Geschichten aus der Vergangenheit, und diese Welt wartet erstaunlicherweise stets noch darauf, gerettet zu werden. Kurze Zeit später wurde sie „Marionette“ oder Sandrone genannt. Sie bekam die dazu passende Verantwortung. In ihrer Freizeit setzte sie sich wieder auf den vertrauten Platz, um aus der Ferne zum Fenster der Abenteurergilde zu blicken. Die Empfangsdame namens Katheryne stand elegant da. Es schien, als würde der eisige Schneesturm sie niemals stören. Jemand klebte Theaterprogramme an das benachbarte schwarze Brett. Auch Rekrutierungsplakate der Fatui hingen dort. Auf diesen prangten leuchtend rote Blumen, die farbenfroher als die Tanzkleider der Schauspielerinnen waren – versprochene Orden für die Opferbereiten. Seit Sandrone den tieferen Sinn der Abenteurergilde in Snezhnaya kannte, wunderte sie sich kaum darüber. Die Fatui zogen eine riesige Bestie namens „Ideal“ heran, und Talente sowie Informationen waren die dafür nötigen Nährstoffe. Manchmal hatte sie wie in Trance das Gefühl, selbst ein Teil davon zu sein.

Gedenken an deine Verdienste

Gedenken an deine Verdienste

Feder des Todes

Eine leuchtend rote Schreibfeder. Sie ist ein Geschenk für das jüngste Blut.

Geschichte

Theoretisch haben die übrigen Feen keine Verantwortung für das Wohl der Menschen. Zar Belyi ist die einzige Ausnahme. Er hat die göttliche Autorität des Himmels empfangen und übernimmt die Verantwortung für sie. Das ändert jedoch offensichtlich nichts. Einige Feen sehnen sich trotzdem sehr nach dem gewöhnlichen Leben der Menschen. Das mag verrückt klingen. Ein unbeschwertes Umherstreifen auf der gefrorenen Erde bereitet ihnen wohl keinerlei Freude. Sie ziehen die Mühen vor: Für sie ist es lohnender, den Mantel eng anzulegen und mühsam ein Feuer zu entfachen. Tatsächlich ist Mirko jemand, der freiwillig in die Welt der Menschen getreten ist. Er würde jedoch niemals behaupten, dass er die Menschen liebt oder sich nach ihnen sehnt. Er würde lediglich sagen, dass dies eine weitsichtige Entscheidung war. Er beobachtet häufig Dinge und zieht daraus etliche Schlüsse. Zum Beispiel ist es häufig recht kompliziert, die Zusammensetzung einer Gruppe bis auf jeden Einzelnen zu untersuchen, aber im Grunde kann man sie in drei Arten einteilen: die Jüngsten, die Uralten und die absolut Hoffnungslosen in der Mitte. Feen, oder ebenfalls andere Lebewesen, sind in jungen Jahren häufig überaus anpassungsfähig. Sie werden oft von ihrer Umgebung geformt und behaupten sodann stolz, sie hätten zu sich selbst und einem Sinn gefunden. Mit voller Hingabe treten sie der Armee bei oder widmen sich der Forschung, um durch ihr tatsächliches Handeln den Glanz der Zarin noch heller erstrahlen zu lassen. Wenn sie ein extrem hohes Alter erreichen, zeigen sie wieder eine völlig andere, unklare Haltung. Sie schwimmen schlichtweg mit dem Strom. Als die Zarin seinerzeit den Thron bestieg, kam einer der ersten Glückwunschbriefe aus dem äußersten Norden. Dort ist es völlig menschenleer. Wäre die Unterschrift nicht eindeutig von einem hohen Adligen gewesen, hätte man sich stark gewundert. Lebt dieser Absender überhaupt noch? Die Gruppe in der Mitte hingegen – nunmehr, die brannte in der Tat kurz lichterloh. Vielleicht wollten sie nicht glauben, dass ihr großartiger Herrscher in der großen Katastrophe umgekommen war. Oder sie weigerten sich, die Tatsache anzuerkennen, dass die Macht nunmehr nicht länger in den Händen der eigenen Leute lag. Ihr trotziger Zorn war jedenfalls echt. Landsleute auszulachen gilt meist als niederträchtig, und dafür wird man normalerweise getadelt – aber Mirko konnte sich schlichtweg nicht beherrschen. Dabei ist das eigentlich kein schlechtes Zeichen. Denn unter all den Eigenschaften, die man einem Politiker zuschreiben kann, gilt „niederträchtig“ noch als vergleichsweise harmlos. Kombiniert man diese Eigenschaft mit Weitblick, wird daraus sogar eine Tugend: die Fähigkeit, die Lage richtig einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Mirko dachte kurz nach und beschloss, sich zu bewerben, um den Fatui beizutreten. Mirko wäre enttäuscht gewesen, hätte die Zarin seine Absichten nicht durchschaut. Selbst wenn wir jene Hexe vorerst noch den Sterblichen zurechnen, so hatte diese Organisation, die sich selbst als Fatui bezeichnet, den Feen bisher keinerlei Plätze eingeräumt. Mirko lag es fern, seine Beweggründe als Kampf für die Rechte aller Feen zu beschönigen. Er dachte lediglich: Wenn schon eine neue Welt entstehen sollte, dann wollte er sicherstellen, dass darin ein Platz für ihn reserviert war. Die Antwort der Fatui auf seinen Antrag fiel äußerst kurz aus. „Herr Mirko Rajuveydevich Veleshek“, las er leise seinen eigenen Namen, „bitte melde dich im Büro der Bürgermeisterin.“ Die Bürgermeisterin, Frau Ivanovna, leitete ebenfalls das Snezhnograd-Wetsche. Jeder verstand das etwas anders. Außenstehende mochten darin eine Warnung der Zarin an die alte Ära sehen, wenn sich eine stolze Fee herabließ, der Schüler eines Sterblichen zu werden. Dass „Pulcinella“ diese Demütigung auf sich nahm, nur um einen Sitz unter den Fatui zu ergattern, ließ sich schwer deuten: War es nun nackte Habgier oder bewundernswerte Anpassungsfähigkeit? Ein kluger Politiker streitet solche Urteile natürlich nicht voreilig ab. Seine Gier ist durchaus vorhanden. Er wird von der Vorsitzenden Ivanovna überaus geschätzt. Das ist der Beweis dafür. So könnte er der Nachfolger in dieser Position werden. Er musste jedoch ebenfalls viel einstecken. Frau Ivanovna ist überaus geschickt darin, eine Welt voller Verschwörungen zu erschaffen. Sie verwischt dabei all ihre Spuren. Pulcinella konnte ihren Gedankengängen anfänglich schlichtweg nicht folgen. Vielleicht lag es an seinen kurzen Beinen. Unterm Strich hatte Pulcinella in der Tat so einiges von den Menschen gelernt: Das Schmieden von Plänen wie auch das geschickte Vortäuschen ebendieser, Loyalität wie auch Zwietracht, und nicht zuletzt schlechte Laune sowie die Kunst, sie zu verbergen. Das führte dazu, dass er das Wetsche mit stoischer Ruhe leitete, während er Pantalone insgeheim am liebsten eine Lanze durch die Wade gerammt hätte. Bei der Einflussnahme auf die Abenteurergilde hatte er zwar den Kürzeren gezogen – da sein Tätigkeitsbereich nun einmal größtenteils innerhalb von Snezhnaya lag –, doch er dachte grimmig: Warte nur ab. Auch wenn dieser grinsende Verrückte auf dem Papier der Präsident sein mag, würde er ihm gewiss nicht das gesamte Geld und die Macht überlassen. Außerdem hatten die Menschen tatsächlich einige von Pulcinellas Gewohnheiten beeinflusst. Nach dem Tod von Frau Ivanovna begann der Domovoy unwillkürlich über seinen Nachfolger nachzudenken. Das war irgendwie absurd, denn solange er vorsichtig genug war, könnte er wohl bis in alle Ewigkeit leben. Vielleicht würde er eines Tages müde werden – müde davon, sich täglich neue Wege auszudenken, um mit seinen seltsamen Kollegen umzugehen. Aber das Ideal, das die Zarin ihnen einst geschildert hatte, stimmte mit der größeren Vision in seinem Herzen überein. Er musste zumindest bis zu dem Tag durchhalten, an dem dieses Ideal verwirklicht wäre – oder etwa nicht? Natürlich hinderte ihn das nicht daran, viel später einen Jungen zu bemerken. Ajax besaß offenkundig nicht die Eigenschaften, die einen Politiker ausmachen – schon allein daher, weil er bereits einen Meister hatte, dem er treu ergeben war, und keinerlei Interesse daran zeigte, jemandes Schüler zu werden. Und falls man ihm dennoch einen Mentor zuweisen müsste, wäre der „Capitano“ eindeutig die bessere Wahl. Genauso wie einst Frau Ivanovna seine Entwicklung beobachtet hatte, so verfolgte auch Pulcinella das Heranwachsen des „Grafen“. Nach dem Ende einer Morgenbesprechung erwähnte er diese Angelegenheit taktvoll gegenüber Capitano, der bald nach Natlan reisen wollte. Und am darauffolgenden Tag sah er schon von Weitem Tartaglias freudestrahlendes Lächeln. „Schau mal schnell! Ich bin gerade zum ‚Capitano‘ gegangen, um mich zu verabschieden, und er hat mir das gegeben ...“ Pulcinella erkannte den Inhalt der Schachtel augenblicklich. Das war ein Federkiel, den die Fatui in den ersten Jahren ihrer Rekrutierung an ihre Soldaten ausgegeben hatten. Er war selbst nach Jahrhunderten nicht verblasst und offenkundig stets sorgfältig aufbewahrt worden. Pulcinella nickte gütig. Wie die sich stets weiter entfaltende Zukunft ist dies ebenfalls ein Teil der Weitsicht.

Zeitgeschenk für dich

Zeitgeschenk für dich

Sand der Zeit

Eine leuchtend rote Taschenuhr. Sie hält die Frist von Gesprächen fest.

Geschichte

Nahezu zeitgleich mit dem Aushang der Rekrutierungsplakate an den Schwarzen Brettern in ganz Snezhnaya richtete Pulcinella einige ruhige und gemütliche leere Räume als Beratungszimmer ein. „Psychologische Beratungszimmer“ ist die interne Bezeichnung. Nach außen hin nennt man sie meistens „Gesprächszimmer“ oder schlichtweg „die kleinen Zimmer“ – als wäre das Bedürfnis nach psychologischer Beratung eine Schwäche, die man besser verbergen sollte. Es gibt noch einen weiteren Namen: „schwarze Zimmer“. Wer den erfunden hat, ist unbekannt. Capitano lehnt diese Bezeichnung entschieden ab. Anfangs bildeten die Fatui zwar professionelle psychologische Berater aus, um Problemen vorzubeugen. In der Praxis jedoch waren viele Soldaten unwillig, sich Fremden gegenüber zu öffnen. Sie wandten sich lieber an Vertrauenspersonen, um in ungestörter Umgebung Geschichten zu teilen, die das Licht des Tages scheuten – oder um einfach nur eine Runde zu weinen. Also lockerte der gutmütige Pulcinella die Nutzungsbedingungen ein wenig: Sofern die Reservierung bestätigt war, konnte sich jeder mit einem vertrauten Gefährten stundenlang darin unterhalten. Auch die Elf genossen dieses Privileg. Einmal beobachtete Capitano, wie Rosalyne-Kruzchka Lohefalter mit gepudertem Gesicht aus dem Zimmer trat, dicht gefolgt von Pulcinella, der ihr die Handtasche hinterhertrug. Da er die Privatsphäre von La Signora nicht stören wollte und auch der Herr Bürgermeister ein diskreter Mann war, wurde das Thema von keinem der beiden je wieder erwähnt. Einmal erlebte er noch etwas Ähnliches: An einem Abend sah er, wie Il Dottore und Pantalone lachend gemeinsam das Stockwerk verließen. Wie zu erwarten war, ließ Pulcinella die beiden kurz darauf kräftig zusammenstauchen („Wo können die beiden nicht reden – nein, sie müssen unbedingt die gemeinsamen Ressourcen blockieren?!“) und kündigte an, dagegen vorzugehen („Der Verantwortliche soll den Antrag dieser beiden Idioten beim nächsten Mal unmittelbar ablehnen!“). Leider buchten die beiden den Beratungsraum nie wieder, und Pulcinellas ausholende Faust traf ins Leere – was ihm natürlich wieder schlechte Laune bescherte. Capitano wusste ebenfalls nicht, was er sagen sollte. Später kaufte er Pulcinella eine Flasche guten Wein, fragte aber nie, ob er ihn letztendlich getrunken hat. Im Privatleben seiner Kollegen war Capitano so etwas wie Luft. Ob er da war oder nicht – die anderen plauderten schlichtweg weiter, solange die Themen nicht zu heikel wurden. Dass der „Capitano“ niemals petzen würde, war allgemeiner Konsens. Manchmal kam es ihm vor, als wäre er ein wandelndes Besprechungszimmer, das still und leise all das Geflüster aufzeichnete. Er empfand das Geplapper nicht als störend – schließlich hatte er eine lange Ausbildung hinter sich, und sein eigenes Herz war zuweilen lauter als das seiner Kollegen. Er saß im Beratungsraum wie ein kleines Zimmer, das ein weiteres umschließt, das wiederum ein weiteres umschließt ... bis seine Seele völlig in der Mitte eingequetscht war und von allen Seiten bedrängt wurde. Der Gesprächsraum war nicht besonders groß, und die schweren Vorhänge zugezogen. Das lag nicht etwa daran, dass Pulcinella zu geizig gewesen wäre – es hieß vielmehr, dass Menschen in engen, warmen Umgebungen leichter Vertrauen zueinander aufbauen. Capitano wusste nicht, woher diese Theorie stammte. Er dachte kurz nach, nahm sodann seinen Helm ab und legte ihn behutsam beiseite. Damals war sein Gesicht noch nicht ganz so furchterregend. Es wies lediglich einige schwer verheilende Narben mehr auf, was im dämmrigen Licht noch keinen grauenerregenden Anblick bot. Derjenige, der ihn zum Gespräch gebeten hatte, war ein ehemaliger Schüler von ihm, der sich nach der Ausbildung einer Sondereinheit angeschlossen hatte. Capitano wusste bereits, was dessen Trupp widerfahren war, und hatte eine ungefähre Vorstellung von dem, was ihn erwartete. Sie waren in eine entlegene Region geschickt worden, um Unruhen zu stiften – eigentlich ein Routineauftrag. Doch die wenigen zurückgekehrten Überlebenden waren völlig zerrüttet. Schließlich sah man sich gezwungen, Il Dottore hinzuzuziehen, der das Problem letztlich lösen konnte. Capitano stand seinerzeit daneben und fragte aus Verantwortungsbewusstsein: „Was für ein Medikament hast du ihnen gegeben?“ „Das?“ Il Dottore zog augenblicklich eine ungeöffnete Glasflasche heraus und reichte sie ihm großzügig. „Ein starkes Beruhigungsmittel.“ Das Ding ist jetzt noch in seiner Tasche. Hoffentlich braucht er es heute nicht. Der Soldat gegenüber sieht überaus erschöpft aus. Mit seiner einzig verbliebenen Hand öffnet er die Taschenuhr, schließt sie wieder und öffnet sie sodann erneut. Es wirkt, als wolle er den Fluss der Zeit überprüfen. „Obgleich zahlreiche Leute es bis heute nicht glauben, versichere ich, dass alles im Bericht wahr ist“, sagte der Soldat mit einem bitteren Lächeln. „Die Leute dort kannten ihre Majestät, die Zarin, überhaupt nicht. Sie dachten, es wäre noch die Zeit von Zar Belyi. Zuerst beschimpften sie uns als Handlanger der Feen. Sie nannten uns vieräugige Monster. Dann schütteten sie Wasser über uns. Sie meinten, sie müssten unsere Sünde des Verrats und unseren falschen Glauben wegwaschen ...“ „Ja, anfänglich war die Situation wahrhaftig so absurd! Die andere Seite hatte nicht einmal anständige Waffen. Jemand neben mir lachte sogar laut auf. Der Truppenführer näherte sich langsam und versuchte, mit ihnen vernünftig zu reden. Er sagte ihnen, dass jetzt das Zeitalter der Menschen herrscht und wir nicht länger ...“ „Und sodann ... sodann ...“ Capitano hatte den Bericht gelesen. Es waren Aufzeichnungen, die die Überlebenden nach ihrem Erwachen hinterlassen hatten, und Il Dottore hatte nach einer körperlichen Untersuchung noch ein paar Anmerkungen ergänzt. Die Einheimischen hätten sich über einen langen Zeitraum in einem viralen kollektiven Wahnsinn befunden, ausgelöst durch den Verzehr von Artgenossen – so lautete seine Zusammenfassung. Die Soldaten, die zur Niederschlagung ausgeschickt worden waren, hatten sich durch das verseuchte Wasser angesteckt und letztendlich dieselben Symptome entwickelt. Der Infektionsgrad sei jedoch geringer gewesen, sodass noch Hoffnung bestehe. Später zog Il Dottore einen neuen Behandlungsplan hervor und beobachtete, die Hände auf dem Rücken verschränkt, die Wirkung der Medikamente – als wäre er ein echter Arzt. „Sehr vernünftig.“ Der sogenannte „Doktor“ richtete seine Brille und kniff die Augen zusammen – er sah dabei aus wie jemand völlig anderes. An einem so abgeschotteten Ort mit so rauen Bedingungen konnte man nicht erwarten, dass die Menschen andere Nahrung zur Verfügung hatten. Capitano hörte zu und seufzte. Er hatte keinerlei Lust, Zeit damit zu verschwenden, diese kalten und doch richtigen Worte zu widerlegen. Wessen Kehle war durchgebissen worden, wessen Arm war in wessen Magen gelandet – war das wahrhaftig alles mit „vernünftig“ erklärt? „Egal.“ Der Soldat unterbrach sich jäh selbst – und damit ebenfalls Capitanos Gedanken. „Der Psychologe hat gesagt, wenn ich eines Tages ruhig berichten kann, was seinerzeit passiert ist, sodann bedeutet das, dass ich auf dem Weg der Heilung bin. Was für ein Schwachsinn! ... Entschuldigung.“ Er senkte augenblicklich den Kopf und entschuldigte sich. Sodann warf er einen Blick auf seine Taschenuhr. „Ich habe lediglich eine Stunde eingeplant und möchte dir nicht zu viel Zeit stehlen – eigentlich bin ich lediglich gekommen, um mich zu verabschieden.“ Nachdem der Soldat gegangen war, blickte Capitano auf die zurückgelassenen Gegenstände: ein Orden mit einer roten Blume, eine Schreibfeder samt Weinflasche, ein geflickter, fast neuwertiger Helm und eine Taschenuhr, die wohl absichtlich dagelassen oder vergessen worden war. Er bezweifelte, dass diese Dinge derselben Person gehörten. Sie waren wohl eher zufällig hier zusammengekommen. „Ich hoffe, dass diese Sachen von dir aufbewahrt werden“, hatte der scheidende Soldat erklärt, „oder du überlässt sie denen, die danach kommen. Ich hoffe, dass sie etwas mehr Glück haben als wir – oder etwas mehr Zähigkeit.“ So solltest du nicht denken. Capitano dachte über die Worte nach, die er nicht ausgesprochen hatte. Eigentlich besitzen die Menschen, die weiterleben können, schon genug Zähigkeit.

Trank aus Tränen der Trauer

Trank aus Tränen der Trauer

Kelch der Leere

Eine knallrote Flasche. Mögest du nie erfahren, was darin war.

Geschichte

In der ersten Nacht stand er mit den Händen auf dem Rücken im Birkenwald, wo ein eisiger Wind wehte. Dass Schneeflocken an der Brille kleben blieben, war etwas lästiger, als wenn sie ihm schlichtweg ins Gesicht fielen. Deshalb nahm er die Brille ab und steckte sie in seine Manteltasche. Im Gegensatz zum Eindruck, den andere von ihm haben, kennt Zandik die Menschen überaus gut. Erstens besteht ein vollständiger Mensch aus zweihundertundsechs Knochen, denkt meistens mit dem Kopf und empfindet in der Regel Angst, wenn er erschreckt oder bedroht wird. Zweitens fügte er bei seiner Beschreibung sorgfältig beschreibende Wörter wie „vollständig“, „meistens“ und „normalerweise“ hinzu, um überaus genau zu sein und mögliche Widersprüche aufgrund von Einzelfällen zu vermeiden. Schließlich zeigte sich dadurch, dass sein tiefstes Verständnis der Menschheit darin bestand, ihre unendlichen Möglichkeiten zu kennen. In der zweiten Nacht saß er neben einem schwachen Lagerfeuer und teilte das Abendessen mit etlichen Dorfbewohnern – eine Mischung aus Pflanzen und Tierfetzen. Eine schwarzhaarige Frau mit einem faltenreichen Gesicht stocherte in der Feuerstelle herum und versuchte, die Flammen höher zu treiben. Zandik war sich sicher, dass sie nicht wusste, warum das funktionierte. Die Menschen vor ihr hatten es schlichtweg so gemacht und das gewünschte Ergebnis bekommen – und so wurde diese ungeschriebene Lösung von Generation zu Generation weitergegeben. Zandik glaubte auch, dass ihr tatsächliches Alter jünger sein musste, als sie aussah. Das galt auch für die anderen, denn ein hartes Leben lässt Menschen vorzeitig altern und erfüllt ihre Herzen mit Groll. Diesmal richtete sich ihr Groll gegen Kälte, Hunger, die Feen, höhergestellte Feen und die korrupten Menschen, die sich dem Status der Feen unterwarfen. Da Zandik bereits im Vorfeld darüber informiert worden war, wie rückständig das Weltbild an diesem Ort war, blieb ihm die Überraschung erspart. Interessanterweise gehörten Krankheit und Tod nicht zu dem, was die Dorfbewohner hassten. Wahrscheinlich kämpft man im Leben instinktiv ums Überleben, während der Tod allen lediglich Mühe erspart. Normalerweise ist ein Fremder, der jäh auftaucht, eine Bedrohung – er macht den Einheimischen Angst. Zum Glück war Zandik, der die menschliche Natur gut kannte, darauf vorbereitet: Die zuvor erwähnten Tierfragmente stammten von ihm. Wie kann es einen so perfekten Ort geben? Eis und Schneestürme blockieren die Störungen der Außenwelt, genau wie eine Welt in einer Schale, die in noch einer Schale steckt. Das Verhalten der Menschen ist primitiver und ebenfalls der Fortschritt des Verlaufs kommt zum Stillstand. Hier hätten eigentlich noch mehr Möglichkeiten entstehen sollen; doch wenn Zandik über die Möglichkeiten der Menschheit spricht, ist das keineswegs stets positiv gemeint. Abgesehen von externen Systemen gibt es keinerlei Unterschied zwischen einem menschlichen Gehirn, das in einem Wassertank schwimmt, und einem im Schädel. Solange man die passenden Signale simulieren kann, zeigt es die voreingestellten Reaktionen. Als Il Dottore das Material für das Experiment in den Wassertank goss, erklang nicht weit entfernt die Stimme eines Kindes. Es fragte: „Ist das Muster auf deiner Flasche ein Schmetterling?“ Dieses Kind musste echt neugierig sein, in so einer eiskalten Nacht nach draußen zu laufen, um ihm bei seinen Experimenten zuzusehen. Wenn es noch neugieriger gewesen wäre oder noch etwas weiter durch diesen Birkenwald gelaufen wäre, hätte es womöglich ein viel aufregenderes Leben gehabt. Um seine Neugier zu belohnen, warf Il Dottore ihm die geleerte Flasche zu und sagte: „Das ist kein Schmetterling, sondern ein vieräugiges Monster!“ Das Kind wich erschrocken einen Schritt zurück. Die leuchtend rote Flasche landete völlig einsam im Schnee. Seine ängstliche Reaktion war genau wie erwartet. Daher verlor Il Dottore schnell das Interesse und machte mit seiner Arbeit weiter. In der zehnten Nacht hatten sich Nahrung und Wasser in seiner Tasche stark verringert. Dafür fanden sich dort nunmehr detaillierte Aufzeichnungen. Sie dokumentierten Experimente mit speziellen Psychopharmaka. Die Ergebnisse entsprachen genau seinen Erwartungen. Die medikamentös gesteuerte Gedankenkontrolle konnte in zwei Richtungen wirken. Anregung und Beruhigung haben ihre passenden Anwendungsgebiete. Ob beim Verhör der Häftlinge oder bei der psychologischen Heilung, beides sollte ordentliche Gewinne einbringen. Die Ergebnisse des Experiments waren erfreulich, aber das bedeutete ebenfalls, dass Zandiks Privatzeit bald ein Ende haben würde. Als Nächstes musste er in das Schloss der Narren zurückkehren, um wieder zu Il Dottore zu werden und menschlichere Dinge zu tun. „Wirklich weit weg ...“, dachte er wehmütig, während er in Richtung Snezhnograd blickte. Wenn er doch lediglich sein eigenes Gehirn operieren könnte, um wie alle anderen bequem in einem Wagen zu sitzen.

Erinnerung an deinen Glauben

Erinnerung an deinen Glauben

Haarreif der Vernunft

Ein leuchtend roter Helm. Möge er jemanden beschützt haben.

Geschichte

Pantalone sitzt wie eine Statue im Theater, lediglich sein Zeigefinger ist lebendig und schlägt ab und zu den Takt zur Musik. Die heutige Vorstellung ist kein berühmtes Meisterwerk. Aus diesem Grund gibt es unten im Saal noch recht zahlreiche freie Plätze. Dennoch ist er heute hier. Er sitzt dort völlig allein auf seinem Platz. Sein Arzt sieht das gern. Wenn er Zeit in der Öffentlichkeit verbringt, kann er seiner Gesundheit nicht schaden. Zudem ist diese Loge sicher. In der privaten Loge der Fatui greifen einen höchstens die eigenen Kollegen an. Darum bleibt er schlichtweg hier. Dieser Platz ist fast schon der bestmögliche Ort für ihn. Die Schauspieler auf der Bühne singen ständig von Liebe und Toleranz. Doch herzerwärmende Geschichten sind hier eher unbeliebt. Das bedeutet nicht, dass die Menschen aus Snezhnaya gute Enden ablehnen. Vorher muss die Figur jedoch viel durchmachen. Sie muss eine Reihe von harten Prüfungen und schrecklichen Leiden durchleben. Nur so drückt sie den Frust aus. Sie tut dies stellvertretend für die Bewohner dieses Ortes der bitteren Kälte. Du musst die verrotteten Fesseln unbedingt brechen. Schreite mühsam voran und durchquere tiefe Wälder sowie eisige Verwirbelungen. Erst sodann hast du eine gute Chance. So siehst du aus der Ferne die hohen Dächer der warmen Welt. Es ist noch nicht vorbei. Diese scheinbar warme Welt ist ebenfalls nicht dein Zuhause. Hast du gar keinerlei Wert? Dann bettelst du um fremdes Mitleid und nichts wird besser. Dennoch darfst du niemals umkehren. Das ist genau die Lektion, die er gelernt hat. Was, wenn die Kette dich wieder fängt? Dann werden die Fesseln um dich lediglich noch viel fester. Du willst dich wieder befreien? Dann musst du geduldig auf eine neue Chance warten. Das Risiko ist dabei völlig egal. Selbst wenn es dich in eine noch viel schlimmere Lage bringt. Er sprach einmal nebenbei über dieses Thema. Bei ungehorsamen Außenseitern wandte sein Geburtsort Gewalt und Fesseln an, um sie zu zähmen. Die Heimat seines Freundes wählte die Verbannung. Selbst aus dem gleichen Starrsinn entstanden verschiedene Möglichkeiten. Dabei lachten beide gleichzeitig auf. Es schien fast so, als erhielten sie Freude aus dem Leid des anderen. Freude erlebte er in seinen ersten zwanzig Lebensjahren lediglich selten. Zum Beispiel an dem Tag, als seine Mutter ihn an einen Inkassobeauftragten verkaufte, oder als er durch hohe Beamte und Aristokraten viel Geld verdiente und fälschlicherweise glaubte, er hätte die Chance, zu ihnen zu gehören. Kein Missverständnis: Er war nicht etwa zufrieden mit dem Preis, für den er verkauft wurde, oder mit dem Geld, das er seinerzeit verdiente – sein Unterbewusstsein hatte schlicht das künftige Wertsteigerungspotenzial erkannt. (Wer wird im Leben schon zweimal verkauft? Ha!) Zwar hatte jene Frau endlich ihre Chance genutzt, den ungehorsamen Sonderling loszuwerden – doch ebenfalls er verließ dabei jenes Ödland, das nicht einmal wilde Tiere aufsuchten. Aus dem chaotischen Leben seines „Ziehvaters“ lernte er, wie man Geld mit Geld verdient. Die mit dem organisierten Verbrechen verbundenen Aristokraten lockten ihn zwar mit dem Schein von Profit in eine Falle – doch in deren Tiefe verbarg sich eine Macht, die selbst die Aristokraten in den Schatten stellte. All diese verrückten Wendungen passierten. Das geschah erst, nachdem er nicht länger zum hohen Himmel gebetet hatte, was ihn an den bestehenden Regeln dieser Welt zweifeln ließ. Er verlor den Respekt vor ihnen. Nachdem er sich mit den Außenseitern der Welt zusammengetan hatte, erhielt er die Berechtigung, von den Göttern rekrutiert zu werden. Würden die Zuschauer ihn dafür beschimpfen? Wer weiß, ob sie zu so einer Schauergeschichte überhaupt Ja oder Nein sagen würden. Das ist aber völlig egal. Zum Glück hatte er ohnehin nicht die Absicht, die Geschichte mit anderen zu teilen. Als die Aufführung dem Ende zuging, stieß plötzlich jemand ohne Vorwarnung die Tür auf. Solch eine Taktlosigkeit, anderen das Finale zu vermiesen, brachte nur eine einzige Person fertig. Wäre der neue der Elf hier gewesen, hätten seine Flüche die Störung wohl verdoppelt. Was die neue Kollegin betraf, fand Pantalone das Ganze recht amüsant. Kaum angekommen, hatte sie bereits an allen möglichen Abläufen herumgemäkelt – eine echte Verkörperung des rebellischen Geistes, den eine der Elf mitbringen sollte. Pulcinellas Plan, sie für seine Machenschaften in der Abenteurergilde einzuspannen, war offenkundig gescheitert. Dieses Mädchen würde dem verlogenen Politiker niemals nach dem Mund reden. Dazu kam noch, dass ihre Werke in der Tat die ganze mühsame Empfangsarbeit übernahmen. Nach außen hin durfte er natürlich nicht allzu begeistert wirken, aber im Innersten hatte Pantalone Sandrone die ihr zustehenden Vorteile aufrichtig zugestanden. Das entsprach den Grundsätzen eines fairen Handels – und das billigte er zu hundert Prozent. Pantalone war während der Vorstellung ohnehin oft in Gedanken versunken. Das Ende interessierte ihn natürlich kaum. Er stand auf und ging direkt auf Il Dottore zu, der offenbar gerade nach Snezhnograd zurückgekehrt war – an dessen Miene er erkannte, dass alles reibungslos verlaufen war. Zuvor hatte Il Dottore eine neue Hypothese aufgestellt, und Pantalone kannte zufällig einen Ort, der perfekt für dieses Vorhaben geeignet war. Das ist ebenfalls Teil eines fairen Handels, dem er zu hundert Prozent zustimmt.

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